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Aktivitäten

Zur Vernetzung der Wirtschaft im Dreiländereck organisiert die RegioTriRhena jährlich mehrere Unternehmensbesichtigungen bei innovativen Firmen aus allen Branchen im Südelsass, in Südbaden und der Nordwestschweiz. Darüber hinaus lädt sie einmal im Jahr so einer großen Jahreskonferenz ein, die zu stets aktuellen Themen Experten aus Frankreich, Deutschland und der Schweiz zusammenbringt. Eine Übersicht der Veranstaltungen aus den letzten Jahren finden Sie hier.

Trinationale Unternehmensbesichtigung bei EMI in Hésingue

EMI

Die ADIRA hat am 4. Juli 2017 im Rahmen des trinationalen Vereins RegioTriRhena, deren Aufgabe es ist, den wirtschaftlichen Austausch im Dreiländereck zwischen Freiburg, Colmar, Mulhouse und Basel zu fördern, eine zweisprachige Besichtigung der Firma EMI in Hésingue organisiert.

 

Nach dem Empfang durch Jean-Pierre Wissler und seine engsten Mitarbeiter, konnten die etwa 40 Teilnehmer den Tätigkeitsbereich sowie den starken Wachstum von EMI kennenlernen. Das Famlienunternehmen mit 130 Mitarbeitern ist spezialisiert auf die Produktion von Plastikformen im Kunststoffspritzverfahren und baut gerade einen neuen Standort mit 17.000 m² in Saint-Louis. Ziel dieser Investition des Familienunternehmens ist es, der wachsenden Nachfrage in den Bereichen Photovoltaik, Automotive, Chemie und Medizin sowie in der Baubranche entgegenzukommen. Der ADIRA und den weiteren Partnern der RegioTriRhena aus Baden und der Schweiz war es bei diesem Treffen, welches in ein geselliges Get-together bei einem Apéro mündete, besonders wichtig, den Fokus auf dieses beispielhafte Entwicklungsprojekt im Südelsass zu legen und der Geschäftsführung sowie dem Personal von EMI zu ihrer Innovationsfähigkeit und beachtlichen Wachstum zu gratulieren!

Trinationale Unternehmensbesichtigung bei Zalando in Lahr

Zalando

Am Abend des 11. Oktobers hatten die RegioGesellschaft Schwarzwald-Oberrhein und der trinationale Verein Regio TriRhena zu einer Unternehmensführung in das neue Zalando-Logistikzentrum am Standort in Lahr eingeladen. Bei der sehr gut besuchten Veranstaltung erfuhren die Gäste aus Politik und Wirtschaft und von beiden Seiten des Rheins, mehr über Europas führende Online-Plattform für Mode und den Logistikstandort in Lahr, der Teil eines internationalen Logistiknetzwerkes ist.


Dr. Bernd Dallmann, Präsident der RegioGesellschaft Schwarzwald-Oberrhein und Vizepräsident der Regio TriRhena, begrüßte die Gäste und stellte fest: „Zalando lässt nicht nur Shoppingherzen höherschlagen, sondern auch die von Wirtschaftsförderern und Arbeitsvermittlern und zwar auf beiden Seiten des Rheins." Zalando investierte 130-Millionen in den neuen Standort, um die wachsende Nachfrage noch schneller bedienen zu können. Hier arbeiten bereits mehr als 700 Mitarbeiter – davon sind 30 Prozent aus Frankreich – weitere 300 sollen es im Laufe des nächsten Jahres noch werden. Hier werden wöchentlich mehrere zehntausend Pakete versendet.


Daniel Halter, Prokurist der IGZ Raum Lahr GmbH, stellte den startkLahr Airport & Business Park Raum Lahr vor. „Die Bedingungen und das Flächenangebot an unserem Standort – die Lage direkt an der A5 und dem Flughafen, der Rheintalstrecke und die Nähe zum Rheinhafen Kehl sind ideal für Unterneh-mern in solcher Größenordnung", so Daniel Halter, der ganz wesentlich an der Ansiedlung von Zalando beteiligt war. Simon Straub, Standortleiter von Zalando Lahr, präsentierte den Gästen die Unternehmensgeschichte von Zalando und betonte: „Mit dem Standort Lahr wollen wir noch näher an unseren Kunden agieren und sicherstellen, dass die Kunden in Süddeutschland, der Schweiz und Frankreich noch schneller bedient werden können."


Der Logistikstandort in Lahr ist Teil eines internationalen Logistiknetzwerks und der jüngste Standort in Deutschland von Zalando. Mit der unmittelbaren Nähe zu Frankreich ist es auch der erste bilinguale Logistikstandort des Unternehmens mit einer vielfältigen Belegschaft aus mehr als 40 Nationen.
Bei der anschließenden Besichtigung des Logistikzentrums unter Leitung von Simon Straub zeigten sich die Gäste beindruckt von den Dimensionen des Versandhandels und den Softwareprozessen, welche die schnelle Warenabwicklung ermöglichen.

Jahreskonferenz 2017: Herausforderungen und Perspektiven des grenzüberschreitenden Arbeitsmarktes

Jahreskonferenz

Am 24. Oktober 2017 führte der trinationale Verein RegioTriRhena e.V. seine Mitgliederversammlung sowie eine Konferenz über die Herausforderungen und Perspektiven des grenzüberschreitenden Stellenmarktes in der Regio TriRhena durch. Die Aufgabe des Vereins besteht in der Weiterentwicklung des grenzüberschreitenden wirtschaftlichen Austausches und der länderübergreifenden wirtschaftlichen Netzwerke.


Anlässlich der Mitgliederversammlung erfolgte eine Übergabe des Vorsitzes der RegioTriRhena: Daniel Adrian, Mitglied im Départementrat Haut-Rhin und Vizepräsi-dent der Saint-Louis Agglomération Alsace Trois Frontières, trat die Nachfolge von Dr. Kathrin Amacker, Präsidentin der Regio Basiliensis, an. Dr. Bernd Dallmann, Präsident der RegioGesellschaft Schwarzwald-Oberrhein e.V. und Geschäftsführer der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG, vervollständigt das Trio, das den Vorstand des Vereins mit etwa dreissig Mitgliedern bildet.


Bei der Konferenz trafen sich Teilnehmer aus Frankreich, Deutschland und der Schweiz und sprachen über die Entwicklungen auf dem grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt. Sie alle beklagten das geringe Deutschniveau der französischen Arbeitnehmer, das deren Zugang zu Arbeitsplätzen in Deutschland und der Schweiz erheblich erschwere. Die Arbeitsplätze seien anspruchsvoller geworden, von den Arbeitnehmern werde ein höheres Mass an Kompetenzen gefordert als früher, und das sprachliche Niveau stelle ein wichtiges Einstellungskriterium dar. Es wurde vorgeschlagen, dass sich diejenigen deutschen und Schweizer Unternehmen, die auf der Suche nach Talenten seien, stärker engagierten und dazu beitrügen, die Deutschkenntnisse ihrer Arbeitnehmer von jenseits der Grenze zu verbessern.


Alain Girny, Präsident der Saint-Louis Agglomération Alsace 3 Frontières, betonte, wie wichtig es sei, den jungen Menschen einen Weg zu den industriellen Berufen aufzuzeigen. Gesprochen wurde auch darüber, den Blick von Kindern, Eltern und Lehrern auf die Industrie zu verändern. In der Schweiz fielen die Kontakte leichter. In Lörrach herrscht mit einer Arbeitslosenquote von 3 % nahezu Vollbeschäftigung. Kaum mehr als tausend französische Grenzgänger gehen einer Beschäftigung in Lörrach nach, während 33 000 französische Arbeitnehmer und mehr als 37 000 Arbeitnehmer aus Südbaden in der Schweiz tätig sind. Aufgrund einer alternden Bevölkerung wird es notwendig, neue Arbeitnehmer in die Region zu holen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Unternehmen in Regionen abwandern, in denen der Zugang zu Arbeitskräften einfacher ist. Möglich ist auch, dass Unternehmen Aufträge ablehnen müssen, weil es ihnen an Personal fehlt.

Trinationale Unternehmensbesichtigung bei SKAN in Allschwil

Skan

Am 4. Dezember 2017 lud die RegioTriRhena im Rahmen ihres Jahresthemas "Trinationaler Arbeitsmarkt" zur Unternehmensbesichtigung bei SKAN im schweizerischen Allschwil ein.

 

Dr. Kathrin Amacker, Präsidentin der Regio Basiliensis, durfte am 4. Dezember 2017 rund 30 TeilnehmerInnen aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz zur Unternehmensbesichtigung bei SKAN begrüssen. Thomas Huber, CEO von SKAN, präsentierte anschliessend das Unternehmen und beantwortete beim anschliessenden Apéro bereitwillig Fragen des interessierten Publikums. Danach hatten die TeilnehmerInnen die Möglichkeit, die Produktionsstätte in Allschwil zu besichtigen. Zwei SKAN-Mitarbeiter führten durch die Produktionshallen und erklärten anschaulich, wie etwa Reinraumausrüstungen hergestellt werden. Die Besichtigung endete mit abschliessenden Worten des im Oktober neu gewählten Präsidenten der RegioTriRhena, Daniel Adrian, der die Notwendigkeit der Zusammenarbeit der drei Länder am Oberrhein betonte: "Es geht nicht ohne den anderen".

 

1968 gegründet, zählt SKAN zu den Pionierfirmen in den Fachbereichen Reinraumausrüstungen und Bau von Isolatoren für die pharmazeutische Industrie. Innovative Produkte, kundenspezifische Lösungen sowie eine leistungsfähige Dienstleistungs- und Serviceorganisation haben das Unternehmen zu einem Marktführer und wichtigen Partner der Industrie und Forschungslaboratorien werden lassen. 500 Mitarbeiter in Deutschland, Japan, den USA und der Schweiz zählen weltweit zum Konzern. Der Hauptsitz liegt im schweizerischen Allschwil, wo mehr als die Hälfte der Angestellten Grenzgängerinnen und Grenzgänger aus Deutschland und Frankreich sind.

 

Die RegioTriRhena als grenzüberschreitendes Netzwerk zur Stärkung der Wirtschaft am südlichen Oberrhein widmet sich 2017 dem Themenschwerpunkt Trinationaler Arbeitsmarkt. Im Juli fand bereits eine Unternehmensbesichtigung bei der EMI Hésingue in Frankreich statt und im Oktober bei Zalando im deutschen Lahr. Der Besuch bei der schweizerischen SKAN rundete die Veranstaltungsreihe der RegioTriRhena nun ab.

Trinationale Unternehmensbesichtigung bei Constellium in Neuf Brisach

Constellium

Am 7. Juli fand die Unternehmensführung beim Aluminium-Verarbeiter Constellium in Neuf Brisach statt. Die 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten die neue Aluminium-Veredelungsanlage besichtigen. Insgesamt beschäftigt Constellium an seinem elsässischen Standort rund 1400 Menschen. Der Konzern ist damit einer der größten Arbeitgeber in der Region. Die Autobauer verwenden immer mehr Aluminium-Bauteile in ihren Fahrzeugen. Aluminium ist relativ leicht. So kann Gewicht gespart werden, was wiederum den Autoherstellern hilft, die höher werdenden Umweltschutzstandards zu erfüllen. Von Neuf Brisach aus werden Fahrzeughersteller rund um den Globus beliefert. Werkleiter Ludovic Piquier betonte die Notwendigkeit zukünftig noch schneller und effizienter auf die Wünsche seiner Kunden zu reagieren.

Trinationale Unternehmensbesichtigung bei Umicore Bad Säckingen

Umicore

Umicore ist ein weltweit operierender Materialtechnologie- und Recycling-Konzern, der sich auf Anwendungsbereiche konzentriert, in denen er sich durch sein Know-how in Werkstoffkunde, Chemie und Metallurgie von seinen Mitbewerbern abhebt. Seine Aktivitäten richten sich auf drei Geschäftssegmente: Catalysis, Energy & Surface Technologies und Recycling. Jedes Geschäftssegment ist in marktorientierte Geschäftsbereiche untergliedert, die Werkstoffe und Lösungen bieten, die sich auf dem neuesten Stand der technischen Entwicklung befinden und für das tägliche Leben unverzichtbar sind. Umicore erzielt den Großteil seiner Umsätze mit sauberen Technologien, wie Autoabgaskatalysatoren, Werkstoffen für wieder aufladbare Batterien und Brennstoffzellen sowie Recycling, und konzentriert seine Forschung und Entwicklung vorrangig auf diese Bereiche. Umicores oberstes Ziel nachhaltiger Wertschöpfung basiert auf der Ambition, Werkstoffe auf eine Weise zu entwickeln, zu produzieren und zu recyceln, die dem Anspruch des Unternehmens gerecht wird: „Materials for a better life" („Werkstoffe für ein besseres Leben").


Die 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Unternehmensführung konnten am Standort Bad Säckingen die Produktionsanlage für eine Reihe spezifischer Katalysatoren besichtigen. Diese ermöglichen Umicores Kunden aus der Automobilindustrie, neue Emissionsanforderungen sowohl für Benzin- als auch Dieselmotoren zu erfüllen.

Trinationale Unternehmensbesichtigung des Infraparks Baselland

Infrapark

Die RegioTriRhena lud am 9. November 2016 zur Besichtigung des Infraparks Baselland ein. Nach einer Führung durch die Produktionsanlagen von Clariant und Bayer erhielten die Gäste spannende Einblicke in das Ausbildungslabor von aprentas.


Der Infrapark Baselland ist als Standort für Industrieunternehmen konzipiert - vor allem der Chemie- und Life-Sciences-Branche, die in der Forschung, Entwicklung oder Produktion tätig sind. In der trinationalen Region Basel gelegen, bietet der Infrapark Baselland der Industrie umfassende Dienstleistungen und ein erschlossenes Areal von 37 Hektaren. Mit seinen Dienstleistungen und verfügbaren Flächen ist der Infrapark Baselland im Dreiländereck Schweiz-Deutschland-Frankreich einzigartig.Zuerst erwartete die 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Führung durch die Produktionsanlagen von Clariant und eine Besichtigung der im Jahr 2014 eingeweihten neuen Produktionsanlage von Bayer. Besonders spannend waren die Einblicke in das Ausbildungslabor von aprentas. Hier konnten die Gäste sehen, wie die Lernenden praxisnah unterrichtet werden. Bei einem Vortrag im Anschluss an die Führungen stellte Renaud Spitz, Chef von Clariant Schweiz, das Unternehmen Clariant und den Infrapark, eine Tochtergesellschaft der Clariant, vor. Zum Schluss präsentierte Andrea Weigel, Corporate Sustainability Manager bei Clariant, die Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens. Dr. Kathrin Amacker, Präsidentin der RegioTriRhena und der Regio Basiliensis, wies in Ihrer Begrüssung auf das Anliegen der RegioTriRhena hin, das Verständnis für den Wirtschaftsraum der trinationalen Regio zu fördern und den KMUs eine Plattform für Erfahrungsaustausch zu bieten. Sie betonte die Vorreiterrolle des Infraparks im Bereich der Industrieentwicklung und nannte die Themen Industrie 4.0 und Migration als wichtige Herausforderung für die Dreiländerregion.

Jahreskonferenz 2016: Die künftige Entwicklung der Industrie am südlichen Oberrhein

Jahreskonferenz 2016

Die künftige Entwicklung der Industrie am südlichen Oberrhein und ihre Herausforderungen wie z.B. die Digitalisierung, waren Thema der RegioTriRhena-Konferenz am 24. November 2016 in Lörrach. Dabei wurde insbesondere nach dem grenzüberschreitenden Mehrwert der industriellen Aktivitäten gefragt.
Dr. Kathrin Amacker, Präsidentin der RegioTriRhena, begrüsste die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Sie erklärte, dass sich die RegioTriRhena dieses Jahr mit dem Thema der Industrialisierung inklusive der Frage der Integration von Migranten befasst. Ziel der Jahreskonferenz, so Kathrin Amacker, sei es das Verständnis für den Wirtschaftsraum der trinationalen Regio zu fördern und KMUs und Wirtschaftsakteuren eine Plattform für Erfahrungsaustausch zu bieten. Es stellt sich bei der Frage der grenzüberschreitenden Industrieentwicklung die Frage, wieso sich einzelne KMUs bisher gescheut haben, im Nachbarland aktiv zu werden und andere gleichzeitig erfolgreich Fuss gefasst haben.


Gleichzeitig stellen sich Fragen der Digitalisierung, welche Unternehmen in der Dreiländerregion neue Möglichkeiten eröffnet, sich im Wettbewerb zu positionieren, neue Kunden zu gewinnen sowie die Effizienz und Effektivität der Prozesse konsequent zu steigern. Herrn Moehring, der Leiter des Dreiländermuseums führt anschliessend die 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Jahreskonferenz durch die Sonderausstellung "Reiches Erbe – Industriekultur im Dreiland. Er zeigte auf, wie sich die Industrie im Dreiländereck in den vergangenen Jahrhunderten entwickelt hat und welche grenzüberschreitenden Verbindungen es bei dieser Entwicklung gab. In der geschichtlichen Entwicklung stand zunächst stand die Textil- und Seidenbandindustrie im Mittelpunkt, dann die Farbenchemie und aus dieser erwuchs die breit gefächerte Chemie von der Agrochemie bis zur pharmazeutischen Chemie. Heute ist Dreiländerregion ein Life-Science-Cluster.


Nach der Führung schilderte Oliver Laux, General Manager Europe des ARaymond Center of Expertise in Saint-Louis seine Erfahrungen zur aktuellen Industrieentwicklung im Dreiland. Er betonte, dass die Grenzlage auch Vorteile hätte, da sich die drei Wirtschaftsräume gegenseitig befruchten. Er wies gleichzeitig auf die sehr hohe Bedeutung der interkulturellen Aspekte im Geschäftsleben hin. Das Verständnis der Sprache des Nachbarn habe dabei einen sehr hohen Stellenwert.